Unterwegs auf der nördlichsten Etappe des Fernwanderweges Goldsteig – von Marktredwitz nach Friedenfels

Burgruine Weißenstein
Bei guter Sicht auf der Burgruine Weißenstein reicht der Blick bis weit in den Böhmerwald und in das Erzgebirge. Foto: Chris Sternitzke

Wer sich den Goldsteig, Deutschlands längsten ausgewiesenen Fernwanderweg vornimmt, braucht etwa drei Wochen Urlaub. Auf 23 Etappen absolviert man auf der Nordroute von Marktredwitz in Oberfranken bis nach Passau 660 Kilometer und erkundet den Oberpfälzer und den Bayerischen Wald. Drei Wochen wollte ich mir nicht Zeit nehmen. Mit der nördlichsten Etappe, die auch durch den Steinwald führt, habe ich im Juni den Anfang gemacht.

20 Kilometer ist die erste Etappe lang, von Marktredwitz nach Friedenfels. In der oberfränkischen Stadt geht es im Stadtteil Dörf-las am historischen Gerberhaus los. Bevor es aus der Stadt hinausgeht, wandere ich am Auenpark vorbei, der für die Grenzenlose Landesgartenschau Marktredwitz/Eger vor 15 Jahren angelegt wurde. Auf den ersten Kilometern nach der Stadt ist der schlängelnde Bach der Kössein ein stetiger Begleiter. Auf den ersten Kilometern wechselt man auch den Regierungsbezirk, das Dorf Waldershof nach wenigen Kilometern gehört bereits zur Oberpfalz. Danach geht es hindurch durch kräftig grüne Wiesen. Sehr ruhig ist es an diesem Samstag im Juni, nur wenige Wanderer und Radfahrer sind unterwegs. Etwa auf halber Strecke stärke ich mich am Marktredwitzer Haus, welches direkt auf dem Scheitelpunkt zwischen Fichtelgebirge und Oberpfälzer Wald liegt. Da ich freundliches Sommerwetter erwischt hatte, genoss ich im Biergarten der Wandergaststätte einen guten Blick auf Ochsenkopf und Schneeberg, Frankens höchste Berge.

Burgruine der Höhepunkt

 

Gut gestärkt machte ich mich nun auf zum Höhepunkt der ersten Etappe, der Burgruine Weißenstein. Vom Marktredwitzer Haus bis zur Burgruine Weißenstein sind es 1,5 Kilometer. Auf dieser Passage geht es stetig bergauf, bis man die Ruine erreicht. Hier ist gleichzeitig der höchste Punkt der Etappe. Die Ruine liegt inmitten einer bizarren Felsformation. Über Treppen gelangt man auf den 7,5 Meter hohen Burgfried aus Granit. Der Aufstieg wird mit einem tollen Fernblick in den Böhmerwald und das Erzgebirge belohnt. Bis ins elfte Jahrhundert geht die Geschichte der Burg zurück, die bis ins 16. Jahrhundert als Mehrfamilienburg genutzt wurde. Mitglieder des Vereins Steinwaldia restaurierten und sicherten in den vergangenen Jahrzehnten die Burg.

Die nächsten Kilometer bis zum Etappenziel Friedenfels führen entspannt die Höhen des Steinwaldes hinab. In etwa fünf Stunden habe ich die erste Etappe absolviert. Das Tempo war jedoch relativ flott und die Einkehr nicht allzu ausgedehnt. Deswegen empfehle ich, eher sieben Stunden für die Wanderung einzuplanen.

Einfache Wanderung

 

Trotz der anständigen Länge von 20 Kilometern ist die Wanderung einfach zu absolvieren. 460 Höhenmeter muss man auf der Strecke bewältigen. Richtig anstrengende Anstiege bleiben auf der Tour aber aus.

 

Weitere Informationen: www.goldsteig-wandern.de

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Christine Henze

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