Die schönsten Schlösser in Bayerisch-Schwaben besichtigen

Schloss Neuschwanstein (Foto: KreativInstinkt/Bayerische Schlösserverwaltung)

Prunk, Pracht und Paläste: Schlösser stehen noch bis heute als glanzvolle Zeitzeugen für Luxus und Fantasie. Zu weltweitem Ruhm hat es das Märchenschloss Neuschwanstein gebracht. Doch hat Bayern noch etliche weitere Schlösser zu bieten, die man besichtigen kann. In diesem Artikel stellen wir noch zwei weitere Schlösser neben Neuschwanstein in Bayerisch-Schwaben vor.

Schloss Neuschwanstein

Ganze 172 Nächte verbrachte König Ludwig II. (1845 – 1886) in seinem Traumschloss Neuschwanstein, sah es nie in seiner heutigen Form. Als Hommage ans Königtum, die Sagen des Mittelalters und inspiriert von der Eisenacher Wartburg, wollte der Märchenkönig in der “Neuen Burg Hohenschwangau” seinen Rückzugsort schaffen. Per Fernglas überwachte er die Baustelle, war an Details schöpferisch beteiligt. Motive nach Richard Wagners Werk zieren insbesondere Sängersaal und Thronsaal. Ein weiteres Leitmotiv bildet der Schwan. Das Wappentier der Grafen von Schwangau symbolisiert die “Reinheit”, nach der Ludwig II. strebte. Mit damals modernster Technik wurde zementiert, gemauert, Stahl ummantelt, mit Kalkstein verkleidet. Eine Heißluft-Zentralheizung, fließendes Wasser, Toilettenspülungen, eine elektrische Rufanlage, ein Telefon und ein Speisenaufzug sowie große Fenster versprachen höchsten Komfort.

Führungen: 1. April bis 15. Oktober, von 8 bis 16 Uhr – Besichtigung nur mit 30-minütiger Führung möglich. Einige Räume sehen Besucher bis Sommeranfang 2023 nur in einem Kurzfilm. Das Schloss ist nur zu Fuß erreichbar, bergauf in rund 40 Minuten vom Parkplatz aus. Ticketkauf online empfohlen.

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Schloss Höchstädt

Schloss Höchstädt (Foto: Bavaria Luftbild Verlags GmbH/Bayerische Schlösserverwaltung)
Schloss Höchstädt verdankt seinen Bau einem Heiratsvertrag. Pfalzgraf Philipp Ludwig von Neuburg finanzierte den Witwensitz für seine Gemahlin Herzogin Anna von Jülich-Kleve-Berg, die von 1615 bis 1632 hier wohnte. Die Deckenmalerei von Mang Kilian in der Schlosskapelle gehört zu den schönsten des süddeutschen Protestantismus. Die restaurierten Zimmerfluchten beherbergen zwei europaweit bedeutende Museen. Die “Sammlung Deutscher Fayencen” erzählt Geschichten voll Humor mit weißglasierter Keramikkunst vom Nachttopf bis zum Tischbrunnen. Funde aus der “Schlacht von Höchstädt 1704” zeugen vom Spanischen Erbfolgekrieg. Im Gemetzel mit 25 000 Toten unterlagen Bayern und Franzosen den britischen und kaiserlichen Truppen.

Besichtigung: von April bis 8. Oktober, Di – So je 9 – 18 Uhr, (Themen-) Führungen für Gruppen, Schulklassen, Kindergeburtstage / barrierefrei

Tipp: Wandern auf dem Denkmalweg: 29 Kilometer langer Info-Rundweg um das Gelände der Schlacht

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Schloss Scherneck

Der Innenhof von Schloss Scherneck (Foto: Schloss Scherneck)
Der weite Blick bis nach Augsburg und die malerische Lage über dem Lechtal zog 1821 den Augsburger Bankier Johann Lorenz Freiherr von Schaezler nach Scherneck. Heute liegt Schloss Scherneck über der Romantischen Straße, ist seit sechs Generationen im Familienbesitz. Als 1958 die Familie das repräsentative Schaezlerpalais an die Stadt Augsburg stiftete wurde Scherneck vom Sommer- zum Hauptwohnsitz. Während Kulturinteressierte im Palais vier Galerien besichtigen können, steht in Scherneck die Schlosskapelle mit Elementen von Barock und Klassizismus Besuchern offen. Anziehungspunkt für die ganze Familie sind jedoch die Natur, die vielen Spazierwege, Freizeitangebote und Veranstaltungen rund um das Schloss.

Ausflugstipps: Kletterwald Scherneck mit mehreren Parcours durch den Lindenwald; Soccerpark Rehling mit Fußballgolf

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Matthias Jell

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