Star-Besetzung bei den Gluck-Festspielen in der Metropolregion Nürnberg

Der Sänger Samuel Marino hat eine außergewöhnliche Stimme. Foto: Gluck-Festspiele Nürnberg

Der gebürtige Oberpfälzer Christoph Willibald Gluck hat die Opernwelt des 18. und 19. Jahrhunderts mit seiner Musik verändert. Doch aufgeführt wurden seine Werke danach nur selten. Das ändert sich: Die Wiederentdeckung seiner Musik steht im Mittelpunkt der Gluck-Festspiele in der Metropolregion Nürnberg vom 16. bis 19. September 2021.

Im 18. Jahrhundert beherrscht vor allem die italienische Opera seria („ernste Oper“) neben der Opera buffa („komische Oper“) die Spielpläne. Sie entsteht aus der Festkultur der Herrschenden – des Adels. Dieser ist neben Göttern und Helden der antiken Mythologie selbst Teil der Handlung, in der Konflikte entwickelt, durch Intrigen zugespitzt und am Ende aufgelöst werden. Arien und Rezitative (eine Art Sprechgesang) wechseln sich ab. Der Chor bleibt meist im Hintergrund, während die Solisten ihr Können zeigen. Doch zunehmend gibt es Kritik: Vorgeworfen werden der Oper eine unnatürliche Sprache, verworrene Dramaturgie und dass der Sänger jede Gelegenheit nutzt, die Komposition durch gesangliche Verzierungen bis zur Unkenntlichkeit zu verstümmeln. In diese Zeit wächst Christoph Willibald Gluck hinein und revolutioniert die Praxis. Er setzt unter anderem Chöre wieder als zentrales Element ein, minimiert die gesanglichen Verzierungen auf das Essentielle und stellt die Echtheit der Theaterdramatik in den Mittelpunkt. Gluck komponiert unter anderem etwa 50 Opern, einige Tanzdramen und Sinfonien.
Professor Michael Hofstetter ist der Intendant der Gluck-Festspiele. Foto: wildundleise.de/Gluck-Festspiele Nürnberg

Im Interview mit „Bayerns Bestes“ (Ausgabe 02/2021) spricht der Intendant der Gluck-Festspiele, Professor Michael Hofstetter, über Glucks musikalisches Erbe.

Das Programm der Gluck-Festspiele im Detail:

16. September 2021

 

Ort: Stadttheater Fürth, 19.30 Uhr
Künstler: Samuel Mariño, Georgina Melville, Solist des Tölzer Knabenchors, Michael Hofstetter, Calmus Ensemble, Kammerchor Josquin des Préz, Händelfestspielorchester Halle
Programm: Gluck „Orfeo ed Euridice“ (Parma-Fassung)

Das Händelfestspielorchester Halle ist ein Spezialensemble für Alte Musik. Es musiziert seit 1993 auf historischen Instrumenten. Foto Gert Kiermeyer

17. September 2021

 

Ort: Historischer Reitstadel in Neumarkt, 20:00 Uhr
Künstler: Samuel Mariño, Michael Hofstetter, Händelfestspielorchester Halle
Programm: „Gipfeltreffen Gluck-Händel“

und
Ort:
St. Lorenz-Kirche in der Gluck-Stadt Berching, 20 Uhr
Künstler: Calmus Ensemble
Programm: 1000 Jahre Vokalmusik

Das Calmus Ensemble aus Leipzig gehört zu den erfolgreichsten Vokalgruppen Deutschlands. Das Repertoire ist groß: Von der Tradition des Thomanerchors geprägt, sind die Sänger/innen vor allem in der Vokalmusik der Renaissance, des Barock und der Romantik zu Hause und haben bereits internationale Preise gewonnen. Foto: annehornemann.de

18. September 2021

 

Ort: Grafschaftskirche in Castell, 17 Uhr
Künstler: Calmus Ensemble
Programm: 1000 Jahre Vokalmusik

 

und

Ort: Stadttheater Amberg, 19.30 Uhr
Künstler: Akademie für Alte Musik Berlin / Leitung: Michael Hofstetter / Danae Kontora, Sopran
Programm: Beethoven: Ouvertüre zu Coriolan op. 62, Mozart: Konzertarie „Popoli di Tessaglia“
KV 316, Beethoven: 3. Sinfonie in Es-Dur op. 55 (Eroica)

19. September 2021

 

Ort: Dorfmühle Lehrberg (bei Ansbach), 17 Uhr
Künstler: Samuel Mariño, Michael Hofstetter, Händelfestspielorchester Halle
Programm: „Gipfeltreffen Gluck-Händel“

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Christine Henze

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