Dauerausstellung im Haus der Bayerischen Geschichte: Ein Trauerzug für Ludwig II.

Die neue Dauerausstellung "Wie Bayern Freistaat wurde und was ihn besonders macht" im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg widmet sich unter anderem dem Tod Ludwigs II. (Foto: HdBG)

Ab sofort können die Besucherinnen und Besucher des Hauses der Bayerischen Geschichte in Regensburg eine spektakuläre neue Inszenierung bestaunen. In der Dauerausstellung des Museums in Regensburg trägt ein kunstvoll arrangierter Trauerzug Ludwig II. zu Grabe.

Der Trauermarsch ist zugleich das passende Bild für den sich bereits Ende des 19. Jahrhunderts anbahnenden Untergang der Monarchie. Der Trauerzug besteht aus seltenen und sehr wertvollen Uniformen des königlich bayerischen Hofstaats, die auf kunstvoll gefertigten Metallfigurinen präsentiert werden.

Das aufwendig gefertigte Kleid Kaiserin Elisabeths bildet den Höhepunkt der Inszenierung. Oberteil und Rock sind aus extrem dünnen und feinen Seidentaft und Spitze gefertigt und zeugen vom Modebewusstsein der Kaiserin. Das Haus der Bayerischen Geschichte konnte das Kleid noch zur rechten Zeit zu akzeptablen Bedingungen erwerben. Aktuell erzielen dagegen Devotionalien der Kaiserin beinahe astronomische Preise.

Nach dem Tod Ludwigs II. im Starnberger See war Elisabeth als eine der Ersten vor Ort. Die trauernde Kaiserin verabschiedete sich mit einem Jasminstrauß, den sie dem Leichnam Ludwigs in die Hand legte, von ihrem Seelenverwandten. Als auch noch ihr Sohn Rudolf Selbstmord beging, trug Elisabeth in den folgenden Jahren fast ausschließlich schwarz. Am 10. September 1898 wurde „Sisi“ von einem italienischen Anarchisten ermordet.

Die ab sofort in der Dauerausstellung „Wie Bayern Freistaat wurde und was in besonders macht“ zu besichtigende Inszenierung setzte das Haus der Bayerischen Geschichte in Zusammenarbeit mit dem Künstler Jan Hooss, der Restauratorin Bettina Kamann und dem Gestaltungsbüro Jangled Nerves um.

Weitere Informationen unter www.hdbg.de

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Matthias Jell

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