Sanfter Tourismus und Nachhaltigkeit im Bayerischen Wald

Der Reschbach im Nationalpark Bayerischer Wald. (Foto: Ulrike Eberl-Walter)

Aus Liebe zur Natur den ökologischen Fußabdruck verkleinern – willkommen zur grünen Reise durch den Bayerischen Wald. Der älteste deutsche Nationalpark besteht seit 1970. Seit 52 Jahren ist er ein Musterbeispiel für eine an ökologischen Prinzipien ausgerichtete Region, die aber offen für Urlauber und Besucher ist. Heute erstreckt sich das Naturwaldreservat auf fast 250 Quadratkilometern und ist Heimat für viele vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten. In dieser geschützten Region ist sanfter Urlaub nur durch Nachhaltigkeit möglich, die sich im Bayerischen Wald in zahlreichen Bereichen widerspiegelt.

Mit 6.000 Quadratmetern ist der Bayerische Wald die größte Waldlandschaft Mitteleuropas. Ein Nationalpark und zwei Naturparke bieten jede Menge natürlicher Sehenswürdigkeiten. Der Nationalpark Bayerischer Wald steht seit seiner Gründung unter besonderem Schutz. Neue Uwälder entstehen. Der dynamische und ursprüngliche Naturraum verspricht den Gästen auf gelenkten Wegen eine faszinierende Natur- und Tierwelt. Hier folgt das Leben der Philosophie „Natur Natur sein lassen“.
Das Ergebnis ist eine einmalige Artenvielfalt in Fauna und Flora. Zur Tierwelt gehören beispielsweise Luchs, Fischotter, Auerhuhn oder Habichtskauz. Eine wesentliche Grundlage für den Erhalt des Nationalparks ist ein respektvoller Umgang mit der Natur durch alle Beteiligten. Dies gilt auch für die beiden Naturparke Bayerischer Wald und Oberer Bayerischer Wald, die nahezu die gesamte Fläche des Bayerischen Waldes überdecken. Anders als im Nationalpark will man hier die Kulturlandschaft in ihrer Vielfältigkeit erhalten, die den Menschen Lebens-, Landwirtschafts- und Erholungsraum ist.

Umweltfreundliche Infrastruktur

 

Ein nachhaltiger Urlaub beginnt nicht erst im Bayerischen Wald. Die Infrastruktur ist durch eine Anbindung mit der Waldbahn, der Ilztalbahn und der Oberpfalzbahn an das Fernstreckennetz auf eine umweltfreundliche Anreise ausgerichtet. Innerhalb des Nationalparks können sich die Gäste nachhaltig und eng getaktet im Igelbussystem bewegen. Die Waldbahn mit ihrem Knotenpunkt in Zwiesel verbindet Plattling mit Bayerisch Eisenstein, Grafenau und Bodenmais. An Wochenenden und Feiertagen ermöglicht die Ilztalbahn eine schnelle Anreise aus Passau.

Zahlreiche Gemeinden bieten das Gästeservice Umweltticket (GUTi), eine Gästekarte und Fahrschein in einem. Mit ihr können die Gäste die Umweltregion des Bayerischen Waldes mit Bussen und Bahnen kostenlos erkunden und genießen. Das GUTi wurde 2016 mit dem Fahrtziel Natur Award für nachhaltige Tourismusgebiete, die auf nachhaltige Mobilität setzen, ausgezeichnet. Alternativ steht Urlaubern mit dem Bayerwald-Ticket eine ganztägig gültige Fahrkarte im Geltungsbereich zur Verfügung.
Wandern in schier grenzenloser Natur im Nationalpark Bayerischer Wald. Hier zum Beispiel am Bohlenweg beim Enzian. (Foto: Frank Heuer Photography/Tourismusverband Ostbayern)

Nachhaltigkeit beim Wandern

 

Urlauber, die den Bayerischen Wald hautnah erleben möchten, entdecken die abwechslungsreiche Natur am besten zu Fuß auf einem der zahlreichen Wanderwege. Insgesamt stehen rund Hunderte Kilometer beschilderte Wanderwege zur Verfügung. Auf begeisterte Wanderer und Wanderinnen warten über 130 imposante Berge, die eine Höhe von mehr als 1.000 Metern aufweisen. Das geht nur hier: an einem Tag über acht Tausender wandern. Das Ziel ist der Arber, der höchste Gipfel des Bayerischen Waldes. Diese Tour ist eine der beliebtesten Tageswanderungen. Auch der Goldsteig, der längste Qualtiätswanderweg in Deutschland, durchquert die Region. Aktivurlauber erleben auf Mehrtagestouren naturbelassene Urwälder, eiszeitliche Seen, Flüsse und Hochmoore. Am besten schläft es sich nah am Himmel in einer Berghütte. Einzelne Etappen lassen sich ebenso auf Tagesausflügen erkunden, der Transport zurück zum Star-tort klappt bestens mit der Waldbahn oder mit Regionalbussen. Familien lernen die Vielfalt des Bayerischen Waldes auf extra für sie konzipierten Touren kennen.

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Matthias Jell

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