Mit Rangern im Tölzer Land unterwegs

Mit den Rangern geht es an die Isar und an den Walchensee. Foto: Kunz PR

Sie haben schon immer für den Naturschutz sensibilisiert und Aufklärungsarbeit geleistet. Jetzt kann man die Ranger im Tölzer Land bei ihrer Arbeit begleiten. Möglich ist dies auf der rund zweistündigen „Erlebnistour“ am 10. und 24. Oktober am Walchensee. Bei der elf Kilometer langen „Drahteselführung“ von Lenggries nach Bad Tölz sind die Teilnehmer mit dem Rad unterwegs: am 3. und 17. Oktober. Hier steht für zweieinhalb Stunden die Isar mit ihrer besonderen Auenlandschaft im Fokus

Auf der sechs Kilometer langen „Erlebnistour mit dem Naturschutz-Ranger“ erlebt man Biotope mit geschützten Pflanzen und Tieren sowie die Naturwächter bei ihrer Arbeit. Los geht‘s jeweils um zehn Uhr am Parkplatz beim Campingplatz Walchensee. „Bei der Wanderung machen wir an mehreren Stationen Rast und erklären die Besonderheiten der jeweiligen Landschaft“, erklärt Rangerin Gaby Kammerloher. Am ca. 70 Meter hohen Katzenkopf geht es zum Beispiel um den Bergmischwald. „Das ist ein sehr naturnaher Wald mit vielen Laubbäumen und wenig Bewirtschaftung, der Heimat von vielen Arten ist“, so die 51-jährige Landschaftsökologin, eine von insgesamt zwölf Rangern im Tölzer Land. Die geführte Tour wird auch von Rangerin Michaela Jaud, die zudem Kräuterpädagogin ist, begleitet, die die sensiblen Lebensräume in Feuchtwiesen und geschützten Biotopen erläutert. „Wir entdecken auch die Halbinsel Zwergern, die wunderschön am westlichen Ufer liegt.“ 

 

Das Besondere hier ist die extensive Nutzung der Wiesen – deshalb fühlen sich geschützte Orchideenarten besonders wohl. „Wir haben Glück mit den Landwirten, die die Wiesen vorbildlich bewirtschaften und nur ein- bis zweimal im Jahr mähen.“ Natürlich gibt es auch Wissenswertes rund um den Walchensee. Deutschlands größter Gebirgssee mit Trinkwasserqualität wurde – einschließlich der Uferstreifen und der südlich angrenzenden alpinen Gebirgslandschaft – 1995 als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.

Isar mit besonderer Auenlandschaft

 

Bei der Drahteselführung, die an der Tourist Information Lenggries startet und bei der Isarbrücke in Bad Tölz endet, liegt der Fokus auf der Isar mit ihrer besonderen Auenlandschaft. „Wir machen z. B. an den sogenannten Brennenstandorten halt und erklären ihre besonderen Tier- und Pflanzenarten“, so Gaby Kammerloher. Als „Brennen“ bezeichnet man die trockensten Stellen der Auen, die Lebensraum für genügsame und lichthungrige Pflanzen bieten, wie Kiefern und Orchideen. Dass Kiefer, Fichten, Weiden und Wacholderbüsche an den Isar-Kiesbänken nicht überhandnehmen, dafür sorgen rund 50 Ziegen. Sie sind hier als Landschaftspfleger unterwegs und helfen mit, das Ökosystem in den Auen im Gleichgewicht zu halten. 

 

„Eine besondere Rolle spielt natürlich das Fluss-System der Isar, das immer wieder anschaulich erlebt werden kann“. Anfassen kann man beispielsweise die Isarkiesel, die man im Schwemmkegel des Steinbachs während der Tour suchen kann. Die Isar ist der mit Abstrichen ökologisch wertvollste alpine Wildfluss Bayerns. Zu guter Letzt gibt die Führung Einblick in den normalen Arbeitsalltag eines Rangers. 

 

Die Rangertouren sind jeweils gratis und auf 15 Teilnehmer limitiert. Die Anmeldung läuft über die Tourismusbüros: Für die Erlebnistour sind das die Tourismus Informationen Walchensee und Kochel; für die Drahteselführung die Tourismus Informationen Lenggries und Bad Tölz.

Weitere Informationen: Tölzer Land Tourismus, Tel.: 08041/505206, www.toelzer-land.de

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Christine Henze

Christine Henze

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