Aktiver Umweltschutz mit dem Bayerischen Bio-Siegel

Ein Blick in den Biohofladen. Foto: Biolandhof Kreppold

Lebensmittel aus der Region beziehen, auf Bio-Qualität achten und eine Vereinbarkeit mit dem eigenen sozialen und ökologischen Gewissen schaffen – darauf legen immer mehr Menschen bei ihrer Ernährung wert. Das Bayerische Bio-Siegel erfüllt diese Anforderungen und hilft mit der weiß-blau leuchtenden Kennzeichnung bei der Auswahl der Lebensmittel.

Die aktuelle Studie „Kulinarisches Bayern – zu Vorlieben und Verhaltensweisen hinsichtlich Bio-Qualität und Regionalität“ im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Zusammenarbeit mit der TU München zeigt: Mehr Menschen schätzen hochwertige Bio-Lebensmittel aus der Heimat. Denn mit ökologischer Landwirtschaft sind bedeutende Umweltvorteile verbunden: Sie kommt Böden, Gewässern, Klima, heimischen Arten und somit uns allen zugute.

Laut der Studie assoziieren 64,9 Prozent der mehr als 2 000 befragten Erwachsenen mit Regionalität kurze Transportwege und 47,5 Prozent die Unterstützung der ansässigen Landwirte. Mit Bio-Qualität wird mit fast 50 Prozent vor allem artgerechte Tierhaltung und mit 40,5 Prozent Umweltschutz in Verbindung gebracht. 37,1 Prozent assoziieren Nachhaltigkeit mit Bio-Produkten.

Bei den rund 1 000 mit dem Bayerischen Bio-Siegel ausgezeichneten Lebensmitteln gehören „bio“ und „regional“ zusammen. Alle Produkte, die das Gütesiegel tragen, stehen für die Leistungen des ökologischen Landbaus verbunden mit regionaler Qualität aus Bayern. Grundlage sind die strengen Richtlinien der Öko-Anbauverbände Bioland, Naturland, Biokreis und Demeter. Das Siegel garantiert zudem einen lückenlosen Herkunftsnachweis und ein mehrstufiges, unabhängiges und staatlich überprüftes Kontrollsystem. Damit unterstützt es kurze Lieferwege, regionale Wirtschaftskreisläufe und unsere heimische Öko-Landwirtschaft.

Öko-Landbau am Biolandhof Kreppold

Nachhaltige Öko-Landwirtschaft zeigt sich am Beispiel des Biolandhofs Kreppold nahe Aichach. Seit 1982 wird der Hof biologisch bewirtschaftet, dass heißt die Rinder verbringen ihr Leben auf der Weide und die Kreppolds verzichten auf Kunstdünger, Pestizide und Gentechnik.

Seit 1986 ist der Hof Mitglied im Bioland-Verband. Seitdem Johannes Kreppold den Hof 2012 von seinem Vater übernommen hat, legt er besonderen Wert auf die Bodenfruchtbarkeit und entwickelt den Öko-Landbau weiter. Dieser steht für einen angewandten Klimaschutz und ist wichtig für den Erhalt der Artenvielfalt. Der Biolandhof Kreppold dient als Praxisbetrieb für mehrere wissenschaftliche Projekte, unter anderem im Klimaschutz.

Die Kreppolds bewirtschaften rund 100 Hektar Ackerland und 20 Hektar Grünland. Der biologische Ackerbau ist der Betriebsschwerpunkt. Angebaut werden vor allem Weizen, Dinkel, Roggen und Hafer. Die Vermarktung erfolgt über regionale Mühlen, Bäckereien und den eigenen Hofladen. Daneben stehen auch Hackfrüchte wie Körnermais und Soja in der Fruchtfolge. Soja wird für die Tofuproduktion angebaut. 

Ungemähte Wiese. Foto: Biolandhof Kreppold

Der Kleegrasanbau dient zur Erholung des Bodens und liefert zudem Futter für die Rinder. Auf dem Hof lebt eine Deutsch-Angus-Mutterkuhherde und Bayerisches Fleckvieh. Artenvielfalt zeigt sich auf Blühstreifen, Streuobstwiesen und vor allem auf der Ackerfläche, wo unter dem Getreide 70 bis 80 verschiedene Ackerwildkräuter wachsen, von denen Insekten und Vögel profitieren.

Theresia Kreppold vor dem Hofladen. Foto: Biolandhof Kreppold

Das Rindfleisch und die Getreidesorten vom Biolandhof Kreppold tragen das Bayerische Bio-Siegel. Unter anderem gibt es sie im eigenen Hofladen zu kaufen.

Weitere
Informationen
finden Sie hier:

Finden Sie uns auf :

Christian Kirschbaum

Christian Kirschbaum

Anzeige

Auch interessant

Scroll to Top