Wagners Welt: Ein Besuch im Bayreuther Festspielhaus

Festspielhaus Bayreuth
Das Bayreuther Festspielhaus von oben. (Foto: Corinna Weih)

Bayreuth wird in diesem Sommer wieder zum Kulturmekka, wenn auf dem Grünen Hügel die Bayreuther Festspiele stattfinden. Doch auch fernab des bekannten Musiktheaterfestivals kann man dessen Initiator Richard Wagner näher kommen.

Bayreuth ist Wagner. Das wird offensichtlich, je näher man dem Zentrum kommt: von der Cosima-Wagner- und Wieland Wagner über die Richard Wagner-Straße bis zur Siegfried- und Wahnfriedstraße. Hier dreht sich alles um den berühmten Komponisten und seine Familie. Auf dem Grünen Hügel im Norden der Stadt thront das Richard- Wagner-Festspielhaus, auch Bayreuther Festspielhaus genannt. Es wirkt erhaben und größer als in meiner Vorstellung. Insbesondere der Zuschauerraum mit fast 2.000 Plätzen hat es in sich: Winzig komme ich mir vor auf meinem Sitzplatz in der ersten Reihe beim Blick auf die riesige Bühne. Ich kann gar nicht wegsehen. Als würde die Vorstellung gleich beginnen. Hier erklingen also Richard Wagners letzte zehn Opern, schießt es mir durch den Kopf. Die starre Holzlehne des Stuhls bohrt sich in meinen Rücken, das Polster unter mir ist nicht besonders dick. Die Beine kann ich nach vorne ausstrecken, doch das sieht in der letzten Reihe anders aus. Die Bestuhlung fällt nach vorne tief ab und erinnert an ein antikes Amphitheater. Wagner zufolge sollte man von jedem Platz aus ungehindert auf die Bühne sehen können. Schnell wird deutlich: Der Komponist hatte sehr konkrete Vorstellungen von seinem Festspielhaus.

Von 1872 bis 1875 wurde das Haus nach Wagners Visionen und den Entwürfen des Leipziger Hofbaumeisters Otto Brückwald (1841–1917) gebaut. Immer wieder mussten die Bauarbeiten unterbrochen werden, weil Wagner das Geld ausging. Dennoch hielt er an seinem Vorhaben fest und beschaffte die finanziellen Mittel über Konzertreisen oder Kredite. Wagner hatte ehrgeizige Ziele: Als “deutsches Nationalunternehmen” habe der Komponist die Festspiele bezeichnet, sagt der Autor Bernd Buchner und bezieht sich dabei auf einen Brief Wagners an seinen treuen Unterstützer König Ludwig II. von Bayern 1871. Ein solches Nationalunternehmen wurden sie letztlich nicht, aber ein nationales Großereignis…

Die vollständige Reportage und weitere interessante Fakten rund um den Komponisten sowie den Walk of Wagner gibt es in der Ausgabe 02/2022.

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Christine Henze

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