Bergsport trifft auf Yoga

Bergsport und Yoga sind eine gute Kombination. Foto: Deutscher Alpenverein/Stefan Köchel/Petra Zink

Im Rahmen der Kampagne „Spüre Dich selbst“ engagiert sich der Deutsche Alpenverein (DAV) für einen gesundheitsorientierten Lebensstil – in den Bergen wie auch zuhause. Ob „Digital Detox“ am Berg oder die Wiederentdeckung heimischer Wildkräuter: Das Spektrum für mehr Achtsamkeit ist groß.

Bewegung, Achtsamkeit und Atmung bilden eine Einheit beim Yoga. Eine Kombination, die sich auch beim Bergsport bewährt – ob Bergwandern, Mountainbiken oder Klettern. Volle Konzentration auf die Bewegung, den nächsten Tritt oder Griff und eine ruhige Atmung helfen beim Meistern schwieriger Stellen. Und wie beim Yoga ist man am Berg im Hier und Jetzt, achtsam mit sich und der Natur.

„Oft kommt die Frage, ich bin am Berg unterwegs, was brauche ich da noch Yoga“, weiß Petra Zink, Yogalehrerin, Sportwissenschaftlerin und ehemalige Mountainbike-Leistungssportlerin. „Tatsächlich kann die Muskulatur durch das Quäntchen Beweglichkeit, welches durch Yoga erhalten oder wiedererlangt wird, enorm profitieren. Bergauf- und Bergabgehen fordern die Beinmuskulatur und ein schwerer Rucksack tut sein Übriges. Nackenverspannungen und Schmerzen in den Schultern können die Folge sein.“ 


Yoga kann hier ein wunderbarer „Weichmacher“ sein, der das Loslassen und Lockermachen unterstützt. Mittlerweile nutzen immer mehr Bergsportler Yoga als Ausgleichssportart, um Verspannungen zu lösen, die Muskulatur zu dehnen, zu kräftigen und somit mehr Körperspannung zu erzielen. Dies schützt vor Verletzungen und verbessert die Haltung und das Gleichgewicht. Zudem bietet eine verbesserte Körperwahrnehmung einen Weg, mit mehr Leichtigkeit, Ausgeglichenheit und Harmonie in der Bewegung den Krafteinsatz zu optimieren.

Yoga – Sport und noch viel mehr 

 

Doch Yoga kann viel mehr: Am Berg sprechen Bergsportler oft von einem „Flow“-Zustand – sei es beim Wandern, Klettern oder beim Skitourengehen. Yoga kann dabei helfen, einen ähnlichen Zustand und somit eine positive, innere Haltung auch für sich selbst und den Alltag zu entwickeln. Denn wer auf sein Wohlbefinden achtet und sich um sich selbst kümmert, findet innere Ruhe und agiert entspannter. „Am Berg hat man die äußere Weite, beim Yoga die innere Weite und Freiheit“, erklärt Petra Zink. 

 

„Yoga hat das Potenzial, in sich ein Gefühl zu erzeugen, das man sonst nur am Berg erlebt. Wenn ich also mal nicht die Möglichkeit habe, auf den Berg zu gehen, kann ich diese Weite dennoch in mir entstehen lassen“, ergänzt sie. Ein wechselseitiger Profit also: Wer bewusst einen Schritt vor den anderen setzt und spürt, wie die Atmung trotz der Anstrengung tiefer und ruhiger wird, entwickelt eine positive Achtsamkeit für sich selbst und vermeidet Überlastung und damit einhergehend Verletzungen am Berg. Im Alltag fördert die Haltung beruflichem oder privatem Stress, Gereiztheit und Verspannungen vorzubeugen.

Videos rund um Yoga fürs Bergwandern und Mountainbiken 

 

2020 startete der Deutsche Alpenverein gemeinsam mit seinem Partner Bergader die Kampagne „Spüre Dich selbst“, die sich für einen gesundheitsorientierten Lebensstil und mehr Achtsamkeit für das eigene Körpergefühl einsetzt. Yoga und Mediation stellen innerhalb der Kampagne einen wesentlichen Baustein dar. Gemeinsam mit Petra Zink entstanden in den vergangenen Wochen Yoga-Videos speziell für die Bergsportarten Bergwandern und Mountainbiken. Die Bergwander-Einheit verhilft Bergbegeisterten zu einer besseren Regeneration nach anstrengenden Bergtouren. Der Fokus der Mountainbike-Einheit liegt auf der Aktivierung der gesamten Beinmuskulatur, sorgt für eine gute Durchblutung und Dehnung und mobilisiert achtsam die Wirbelsäule, um so die oft starre Sitzposition auf dem Bike auszugleichen. 

 

Weitere Informationen und die Videos gibt es beim DAV unter www.alpenverein.de/Bergsport/Gesundheit/Spuere-dich-selbst/Yoga/

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Christine Henze

Christine Henze

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