Bamberg feiert den Tag des Bieres

Wer beim Bier experimentierfreudig ist, der sollte einmal Rauchbier probieren. (Foto: Ralf Gamböck)

In Bayern gilt das Nahrungs- und Genussmittel Bier als das fünfte Element neben Erde, Wasser, Luft und Feuer. Nachdem Bamberg von den Vereinten Nationen zum Weltkulturerbe erklärt wurde, richten sich die Augen nun auf das Bamberger Traditionserbe: das Bier! Da kommt der Tag des Bieres am 23. April wie gerufen, um dem Gerstensaft angemessen zu huldigen. Ungespundenes, Pils, Rauchbier oder Weißbier – hier gibt es alles, was das Herz eines Biergenießers sich nur wünschen kann.

Die Geschichte dieser altehrwürdigen Kaiser-, Bischofs-, Universitäts- und Bierkulturstadt geht seit jeher mit der Geschichte des Bieres Hand in Hand. 1973 feierte Bamberg sein Tausendjähriges Bestehen – ebenso lange wird in Bamberg schon Bier gebraut. Der erste Bierausschank ist für das Jahr 1093 urkundlich belegt. Den älteste Nachweis auf eine Bamberger Brauerei liefert eine Urkunde aus dem Jahre 1122: Bischof Otto I. verlieh den Benediktinern auf dem Michelsberg das Braurecht. Nach ihrem Vorbild, dem Heiligen Benedikt, solle jeder sein tägliches Quantum Bier erhalten; soviel, wie man eben gewohnt war.

 

Da man sich in Bamberg im allgemeinen gern gläubig gibt, und auf das Wort eines Heiligen vertraut, versuchte jeder, sich auf sein Quantum Bier einzutrinken. Was dazu führte, dass sich die 4.000 Bamberger Bürger des Jahres 1439 schon an je 880 Seidla (440 l) labten. Bereits 1489, also 27 Jahre vor Erlass des berühmten “Herzoglich Bairischen Reinheitsgebotes” von 1516, sorgte sich der Bamberger Fürstbischof Heinrich III. um die Qualität des Lieblingsgetränkes seiner Bamberger: Für ein gutes Bier befahl er, “nichts mere denn Hopfen, Malz und Wasser zu nehmen”.

Im Jahre 1818 brauten in Bamberg 65 Brauereien 40.000 hl Bier. Die rund 17.000 Einwohner von damals dürsteten nach mehr: 1902 hatte sich die Anzahl der Brauereien auf 36 verringert – der Jahresausstoss war allerdings auf 160.000 hl angewachsen – darauf freuten sich mittlerweile 38.000 Bamberger. Heute ist sich Bamberg seiner Bier-Tradition mehr denn je bewusst – und befindet sich in einer der “bierkonsumentenfreundlichsten” Regionen Deutschlands – auch als Bierfranken bekannt.

 

Der Bamberger Pro-Kopf-Verbrauch an Bier liegt bei ca. 280 Litern im Jahr – ein deutlicher Beweis für die Begeisterung, Liebe und Kennerschaft sowie einem innigen Verhältnis zu diesem herrlichen Kulturgetränk!

Der Tag des Bieres

 

Am 23. April, am Tag des Bieres, können Besucher am Bamberger Maxplatz die unterschiedlichsten Biersorten vergleichen und genießen. Ungespundenes, Pils, Rauchbier oder Weißbier – hier gibt es alles, was das Herz eines Biergenießers sich nur wünschen kann. Der Eintritt ist frei.

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Matthias Jell

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